Limousin – das Fleischrind der Extraklasse

Limousin in Frankreich

Limousin ist eine Rinderrasse, welche in der französischen Landschaft Limousin beheimatet und in etwa 60 Staaten der Erde vertreten ist. Das Limousin zählt zum Kernland Frankreichs, auch Zentral-Frankreich genannt. Hauptstadt ist Limoges. Die Region hat eine Fläche von 16.942 km² und etwa 800.000 Einwohner. Der wichtigste Fluss ist die Vienne, an der auch Limoges liegt. Das Land ist sehr gebirgig. Neben dem Zentralmassiv liegen dort auch die Monts du Limousin und das Plateau de Millevaches. Diese geschichtsträchtige Region war im Mittelalter eine Hochburg der Emaillekunst und der Herstellung von Wandteppichen (Gobelin). Limoges ist die "Hauptstadt" des französischen Porzellans. Jedes regionale Gericht wird so durch das Porzellan de Limoges veredelt. Limousintiere sind mittelrahmig mit trockenem und korrektem Fundament. Die Klauen sind hell und hart. Die Schulter ist gut bemuskelt mit breitem Widerrist, breiter Brust mit gewölbten Rippen, einem sehr breiten und gut bemuskelten Rücken. Das Becken ist leicht geneigt mit einer tiefen und breiten Stirn und breitem Maul. Die Farbe reicht von rot-gelb bis weizenfarbig. Flotzmaul, Augenumgebung, Zwischenschenkelpartie und Extremitäten sind aufgehellt.

Limousinrinder

Rahmen der Limousin-Kuh

Schulterhöhe: von 135 cm bis 150 cm
Gewicht: von 700 bis 1.000 kg

Rahmen des Limousin-Stier

Schulterhöhe: von 145 cm bis 160 cm
Gewicht: von 1.000 bis 1.400 kg

Argumente, durch die sich die Rinderrasse Limousin auszeichnet:

  • Hervorragende Fleischqualität
  • Fleisch von außergewöhnlicher Zartheit
  • Ausgewogene Fleisch-Fettverhältnis (sehr wenig Cholesterin)
  • Besonders saftiges Fleisch
  • Ausgeprägter Geschmack durch gute Marmorierung
  • Limousin hat eine überdurchschnittlich hohe Schlachtausbeute.
  • Die Ausschlachtung in Bezug zum Lebendgewicht ab Stall liegt bei Jungstiere bei 63 %. In dieser Eigenschaft ist die Rasse Limousin führend.
  • Limousin besitzt feine Knochen bei betonter Ausprägung wertvoller Teilstücke.
  • Der Netto-Fleischertrag erreicht 74 Prozent bei Jungstiere, der Anteil edler Teilstücke liegt bei 58 Prozent.
  • In ihrer Leichtkalbigkeit unterscheidet sich die Rasse Limousin deutlich von anderen Fleischrassen. Die Kalbungen verlaufen quasi ohne tierärztliche Hilfe. Das Geburtsgewicht liegt bei männlichen Kälbern bei ca. 39 kg und bei weiblichen Kälbern bei etwa 36 kg.
  • Die positiven Zuchteigenschaften begründen sich in der hohen Fruchtbarkeit (über 90 Prozent der gedeckten Tiere werden tragend), der Langlebigkeit (durchschnittlich sechs bis sieben Kälber pro Kuh) und der hohen Aufzuchtleistung bei den Kälbern (nach acht Monaten wiegen männliche Kälber ca. 290 kg und weibliche Kälber etwa 242 kg).
  • Die robusten Tiere sind sehr anpassungsfähig und verkraften auch extreme Witterungseinflüsse, wie Kälte oder Hitze, ohne Schaden.
  • Durch die guten Zuwachsleistungen ist die Jungstiermast nach 16 Monaten abgeschlossen und erreicht eine tägliche Zunahme von 1.100 bis 1.500 Gramm